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Donnerstag, 6. September 2012

Tief über dem Mittelmeer


In der Westlichen Mittelmeerregion sorgt ein abgetropftes Tief für heftige Niederschläge. In Patrica di Mare südlich von Rom, bei Bastia auf Korsika und im Raum Rimini wurden 100 bis 130 mm/m² Niederschlag gemessen, was für Hochwasser gesorgt hat.

Bei Ghedi in der Lombardei und auf Malta fielen auch 60 bis 70 mm/m². Verstopfte Abflüsse in der Provinz Cesena konnten die Wassermengen nicht aufnehmen, wodurch die Straßen überflutet wurden. Auch Erdrutsche wurden durch die großen Niederschlagsmengen ausgelöst, beispielsweise in den Gemeinden Valmareccia und Valconca wo sie Verkehrswege blockierten.

Es gab auch schwere Gewitter mit Sturmböen, die beispielsweise in der Provinz Ravenna in Norditalien Bäume umknickten, so dass Strom- und Telefonleitungen beschädigt wurden. Weitere Stromausfälle wurden in der Provinz Rimini durch Blitzeinschläge hervorgerufen.

Satellitenbild, Quelle: WetterOnline

Gemessene Niederschlagsmengen bis zum Mittwoch, Quelle: WetterOnline


Die Bildung eines solchen (sub-)tropischen Tiefs über dem Mittelmeer ist äußerst selten. Bereits letztes Jahr im November bildete sich so ein System. Hier der dazugehörige Blogeintrag: Mittelmeer cut off Zyklon.

Montag, 5. Dezember 2011

Überflutung in Kenia nach Starkniederschlägen

Am Samstag kam es in Kenia zu Starkniederschlägen, welche Teile des Landes überfluteten. Brücken stürzten ein, Straßen wurden weggeschwemmt, die Ernte wurde zerstört, viele sind nun obdachlos, und zehn Personen kamen in den Fluten ums Leben.
 
Quelle: in2eastafrica.net


Akkumulierter Niederschlag von Freitag 12 UTC bis Samstag 12 UTC (24h):
 
Quelle: weatheronline.co.uk

Mittwoch, 23. November 2011

Heftige Gewitter in Süditalien

Gestern Abend kam es in Süditalien zu Starkniederschlägen aufgrund relativ ortsfester Gewitterzellen.





Im GFS Modell recht ansehnliche Cape-Werte und Lifted Index örtlich auf -4:
Quelle: wetter3.de

Satbild mit Cloudtop-Temperature, Quelle: CHMI

Mittwoch, 16. November 2011

Starke Niederschläge auf den Philippinen

Gestern kam es auf den Philippinen zu starken Niederschlägen. Verantwortlich dafür waren einige Schauer- und Gewitterzellen.
Hier einige Niederschlagsmesswerte (24h Niederschläge bis Mittwoch 0 UTC):

  • Casiguran (4 m)         140.0 mm
  • Aparri (3 m)                90.0 mm
  • Calapan (41 m)           74.0 mm
  • Cabanatuan (32 m)    51.0 mm
  • Cuyo (4 m)                  51.0 mm
  • Legaspi (17 m)           45.0 mm

Quelle: WeatherOnline.co.uk

Quelle: wetter3.de

Montag, 7. November 2011

Superzelle über Korsika ausgelöst, Zugrichtung: Ligurien

Erneut wird Ligurien von starken Niederschlägen getroffen. Vor kurzem bildete Sich eine Superzelle über Korsika, die nun Richtung Ligurien zieht. Diese könnte unter Umständen auch Genua treffen. Den Menschen in dieser Region bleibt wohl nichts erspart.....

 Satbild der Zelle

Blitzortung
(Hier über den Balearen ein interessantes System, als kleinen Vorgeschmack auf meinen nächsten Blogeintrag)



Edit: So hats dann ausgesehen:

Freitag, 4. November 2011

Erneute Starkniederschläge in Italien erwartet

Die Unwetterzentrale warnt vor sehr ergiebigen Starkniederschlägen an der Alpensüdseite. Auch die Region Ligurien, die zuletzt am 25. Oktober von mehreren fast ortsfesten Gewitterzellen heimgesucht wird, wird wieder betroffen sein.
Quelle: allarmi.meteo-allerta.it

Schuld daran hat ein massiver Trog vor der Küste Europas:
Bild: Geopotential und Isotachen auf 300hPa, Quelle: Reto Stauffer

Die Südliche Anströmung sorgt für eine Südstaulage an der Alpensüdseite und Föhn in den Alpentälern und an der Alpennordseite.
Hier die 12-stündlichen Niederschlagssummen bis heute Morgen um 6 UTC:
Quelle: wetterzentrale.de

Die gestrige Spitzenböe an der Universität Innsbruck betrug 80 km/h. Heute werden sowohl Föhnböen als auch Niederschläge an der Alpensüdseite jedoch noch größer werden, weil gestern die Anströmung auf die Alpen noch eher Südwestlich war, und sie heute Nacht komplett auf Süd gedreht hat.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Überschwemmung in Irland - 2 Tote

Seit Montagabend ist in Irlands Hauptstadt Dublin der Notfallplan in Kraft. Laut Wetterdienst fiel am Montag im Osten der Insel so viel Regen, wie sonst in einem ganzen Monat. Die Flüsse Liffey, Dodder und Camac traten über ihre Ufer. Die Hauptstadt Dublin wurde am schlimmsten getroffen, aber auch weite Teile Irlands Ostküste wurden überflutet.
Ein Polizist kam dabei ums Leben als er ausserhalb seiner Dienstzeit Leuten an einer einsturzgefährdeten Brücke helfen wollte. Das zweite Todesopfer war eine 35 jährige Frau von den Philippinen, die im Keller eines Hauses in Dublin ertrank.

Quelle: Tim Riediger





Schuld daran war dieses Tief, dessen Zentrum Nordwestlich von Irland lag:


Bild: 6-stündige Niederschlagssumme von Montag 13 Uhr bis 19 Uhr Ortszeit




Dienstag, 25. Oktober 2011

Starkniederschläge und Gewitter in Ligurien

Heute wurden an der ligurischen Küste einige starke Gewitterzellen ausgelöst, die für ergiebige Niederschläge und hohe Blitzaktivität sorgten. Stellenweise gab es sogar bis zu 300mm Niederschlag innerhalb von nur 6 Stunden. Ausgelöst wurden diese Gewitter durch leichte Labilität der Atmosphäre und orographische Hebung an den dortigen steilen Klippen, die erste Ausläufer der Appeninen sind.

Bild 1: Akkumulierter Niederschlag an Liguriens Küste

 Bild 2: Lage Liguriens

 
Bild 3: Lifted Index im Bereich der Auslöse um -2


Bild 4: Blitzaktivität

 Bild 5: Satellitenbild (die Farben Markieren die kältensten Wolkenobergrenzen)


Montag, 24. Oktober 2011

Unwetter in Portugal

Beim Durchgang einer Kaltfront heute morgen kam es am Flughafen Faro im Süden Portugals zu starken Windböen und sehr viel Niederschlag. Dadurch stürzte ein Teil des Daches des Check-In-Bereichs ein. Fünf Personen wurden durch herabstürzende Teile verletzt. Es kam zu Verzögerungen im Flugverkehr.
Ein Lusa-Reporter berichtete von „Chaos“ nach dem Unfall. Tausende Passagiere irrten im Check-In-Bereich umher, es gebe für sie überhaupt keine Informationen, hieß es. „Es gibt außerdem nirgendwo etwas zu essen (...) Ich habe den Unfall gesehen und auch etwas an den Kopf bekommen“, klagte eine von Lusa zitierte Touristin aus Irland.
Fotos: dpa


Grafik: Eingezeichnete Fronten

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Starkniederschläge und Tornados über Florida

Wegen Überbleibseln des tropischen Tiefs „95L“ kommt es derzeit im Süden Floridas zu sehr starken Niederschlägen. Bislang gab es schon über 100mm Regen an der Station Key West. Über dem Südosten Floridas wurden drei Tornados beobachtet. Einer davon beschädigte 40 Häuser in der Nähe von Lakeport, laut Berichten wurde allerdings niemand verletzt. Heute Nacht zieht das System Richtung North Carolina. Laut NOAA's Storm Prediction Center besteht an den Küsten von Virginia und North Carolina schwaches Risiko für schwere Unwetter. 

Hier das Satellitenbild: 
(die Farben zeigen die kältesten, und damit höchsten Wolken)
Das Radarbild unten zeigt die 24-stündige Niederschlagssumme (Vorsicht, die Einheit hier ist inches).


6 Stündige Niederschlagssumme aus dem GFS Modell bis gestern um 18 Uhr UTC (14 Uhr Ortszeit):

CAPE und Lifted-Index heute nacht um 2 Uhr Ortszeit (6 UTC)