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Mittwoch, 12. September 2012

Kaltfront mit vorgelagerten Gewittern

Gestern Nacht überquerte eine markante Kaltfront Österreich und seine Nachbarstaaten. Im Vorfeld der Kaltfront gab es eine Konvergenzlinie, an der sich einige teils heftige und blitzreiche Gewitter gebildet haben.

Zufällig bin ich im Internet auf dieses Webcambild vom Herzogstand gestoßen:
Quelle: foto-webcam.eu

Hier noch ein Satellitenbild von der gestrigen Nacht:
Quelle: sat24.com

Die Lage der Kaltfront zum selben Zeitpunkt:
Quelle: wetter3.de

Man erkennt dass die Gewitterlinie vor der Kaltfront liegt, bedingt durch die dortige Windkonvergenz.





Abschließend noch ein Webcambild vom selben Ort, aber vom 20.08.2012:
Quelle: foto-webcam.eu

Freitag, 4. November 2011

Föhn in Innsbruck

Hier noch ein paar schöne Lentikulariswolken (Föhnfische), die von meinem Balkon aus zu sehen waren in der Abenddämmerung:
(Nein, das Bild wurde nicht bearbeitet, meine Kamera ist so ;)

Hier der Stationsverlauf von gestern und heute auf der Uni:
Gut erkennbar ist auch, wie kurzzeitig sogenannter Rotorföhn eingesetzt hat, und die Windrichtung damit auf Nord drehte.

Noch ein kurzer Exkurs wie Rotorföhn zu Stande kommt: 
Rotoren sind kleine Wirbel von nur wenigen hundert metern Durchmesser, die entstehen wenn Luft auf ein Hindernis prallt, und dort abgelenkt werden. Im Falle der Nordkette weicht die Föhnluft, wenn sie seicht genug ist und nicht über Kammniveau steigt, also manchmal nach unten aus, und fließt den Hang herab. 
 Bild: Schematische Darstellung des Föhn, Quelle: Felix Welzenbach

Auf obigem Bild sind die Grundlagen von Föhn generell sehr schön erkennbar. Im Luv der Alpen (oder auch jder anderen Gebirgskette) befindet sich ein "Kaltluftsee" und darüber starke Anströmung. Im Lee hingegen ist die Luftmasse wärmer, also bildet sich durch Temperaturunterschied und der starken Anströmung ein Druckgradient. Dies alles führt zum Absinken der Luft im Lee des Gebirges => Föhn.
Am heutigen (bilderbuchartigen) Beispiel auch gut an den Wetterkarten zu erkennen:

Temperarurunterschied zwischen Nord und Süd, Quelle: wetter24.de

Druckgradient entlang des gesamten Alpenbogens, Quelle: wetter24.de

Erneute Starkniederschläge in Italien erwartet

Die Unwetterzentrale warnt vor sehr ergiebigen Starkniederschlägen an der Alpensüdseite. Auch die Region Ligurien, die zuletzt am 25. Oktober von mehreren fast ortsfesten Gewitterzellen heimgesucht wird, wird wieder betroffen sein.
Quelle: allarmi.meteo-allerta.it

Schuld daran hat ein massiver Trog vor der Küste Europas:
Bild: Geopotential und Isotachen auf 300hPa, Quelle: Reto Stauffer

Die Südliche Anströmung sorgt für eine Südstaulage an der Alpensüdseite und Föhn in den Alpentälern und an der Alpennordseite.
Hier die 12-stündlichen Niederschlagssummen bis heute Morgen um 6 UTC:
Quelle: wetterzentrale.de

Die gestrige Spitzenböe an der Universität Innsbruck betrug 80 km/h. Heute werden sowohl Föhnböen als auch Niederschläge an der Alpensüdseite jedoch noch größer werden, weil gestern die Anströmung auf die Alpen noch eher Südwestlich war, und sie heute Nacht komplett auf Süd gedreht hat.