Hier noch ein paar schöne Lentikulariswolken (Föhnfische), die von meinem Balkon aus zu sehen waren in der Abenddämmerung:
(Nein, das Bild wurde nicht bearbeitet, meine Kamera ist so ;)
Hier der Stationsverlauf von gestern und heute auf der Uni:
Gut erkennbar ist auch, wie kurzzeitig sogenannter Rotorföhn eingesetzt hat, und die Windrichtung damit auf Nord drehte.
Noch ein kurzer Exkurs wie Rotorföhn zu Stande kommt:
Rotoren sind kleine Wirbel von nur wenigen hundert metern Durchmesser, die entstehen wenn Luft auf ein Hindernis prallt, und dort abgelenkt werden. Im Falle der Nordkette weicht die Föhnluft, wenn sie seicht genug ist und nicht über Kammniveau steigt, also manchmal nach unten aus, und fließt den Hang herab.
Bild: Schematische Darstellung des Föhn, Quelle: Felix Welzenbach
Auf obigem Bild sind die Grundlagen von Föhn generell sehr schön erkennbar. Im Luv der Alpen (oder auch jder anderen Gebirgskette) befindet sich ein "Kaltluftsee" und darüber starke Anströmung. Im Lee hingegen ist die Luftmasse wärmer, also bildet sich durch Temperaturunterschied und der starken Anströmung ein
Druckgradient. Dies alles führt zum Absinken der Luft im Lee des Gebirges => Föhn.
Am heutigen (bilderbuchartigen) Beispiel auch gut an den Wetterkarten zu erkennen:
Temperarurunterschied zwischen Nord und Süd, Quelle: wetter24.de
Druckgradient entlang des gesamten Alpenbogens, Quelle: wetter24.de